Seine Königliche Hoheit
Dr. Albert Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen

Wiedersehen mit der Herzogstadt Altenburg


Am Mittwoch, dem 23. Juni 2011 fuhren meine Frau und ich nach Altenburg, um dort einer Einladung des Oberbürgermeisters MATTHIAS WOLF zu folgen. Schon lange Zeit war uns die historische und kulturelle Bedeutung dieser Stadt geläufig. Die Einladung von Oberbürgermeister Wolf ermöglichte es uns, die letztmalig stattfindenden Prinzenraubfestspiele im Hof des Schlosses zu besuchen.

Der Abend sollte um 21.00 Uhr beginnen. Doch leider behinderte ein überaus starker Regen die Aufführung. Mit einer Verspätung von etwa einer halben Stunde fing die Vorstellung an. Doch dann war es uns möglich, eine äußerst beachtliche Aufführung zu erleben. Mit einer großen, beeindruckenden Tatkraft wurde der aus dem Mittelalter stammende Stoff dargestellt. Dabei ist interessant, daß es sich um die Geschichte des Raubes der beiden Stifter der Ernestinischen und Albertinisehen Linie des Hauses Wettin handelte.

Mit großem Vergnügen erlebten wir, wie die Schauspieler und auch viele junge Leute aus der Bevölkerung von Altenburg mitwirkten. Es handelte sich um eine äußerst lebendige Darbietung mit allen Möglichkeiten moderner Bühnentechnik. Dazu kam der malerische Hof des Residenzschlosses, wozu es fast keiner weiteren Kulisse bedurfte.

Wir erhielten von den Veranstaltern ein informatives Buch über die Geschichte der Inszenierung des Prinzenraubes. Vor der Aufführung fand ein Empfang im Schloß zu Altenburg statt. Leider konnten wir den uns bereits seit Jahren bekannten Oberbürgermeister Wolf nicht sprechen, weil er an diesem Abend völlig überlastet war. Dafür hatten wir aber den Vorsitzenden des Geschichtsvereines der Herzogstadt zum Nachbarn. Mit ihm konnten wir interessante Gespräche führen. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, wenig bekannte Zeitgenossen für seine geschichtlichen Veranstaltungen zu gewinnen.

Am Freitag, dem 24. Juni unternahmen wir einen Besuch in Burgstädt bei Chemnitz, wo wir bei Gesprächen in der Don-Bosco-Filiale unsere Kontakte mit dieser Einrichtung bestärkten. Da wir dorthin vorzugsweise über Seitenstraßen fuhren, konnten wir viele schöne Dörfer und Gehöfte kennen lernen.
Dabei interessierten uns besonders die hervorragenden Fachwerkbauten und die vielen Wälder. Von Burgstädt aus fuhren wir an Chemnitz vorbei, über Zwickau nach Reichenbach im Vogtland.
Von da ging es über Zwickau und das VW-Werk Mosel zurück nach Altenburg.

Diese Fahrt führte uns bei überwiegend schönem Wetter durch eine herrliche Landschaft. Dabei wurde uns klar, daß Thüringen mit vollem Recht das "Grüne Herz Deutschlands" genannt wird. Am Samstag, den 25. Juni ging es von Altenburg über das Hermsdorfer Kreuz und Nürnberg zurück nach München.

Bei Altenburg handelt es sich um eine sehenswerte Stadt, die mit unserem Haus Wettin immer wieder enge Bezugspunkte aufzuweisen hat. In erster Linie galt dies für das ehemalige Wettinische Residenzschloß, das sich zur Zeit in Verwaltung der Stadt Altenburg befindet. Wir können nur hoffen, daß wir diese schöne Stadt und auch ihre Umgebung bald wieder einmal besuchen können.

Dr. phil. Dr. h. c. (USA) Albert Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen
Elmira Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen

München - Dresden-Altenburg im Juni 2011


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