aus:
Erbe und Auftrag. Zeitschrift zur Förderung des monarchischen Gedankens

Albert Markgraf von Meißen
kehrt nach Sachsen zurück


 

Prinz Albert von Sachsen
Markgraf von Meißen

* 30. November 1934
6. Oktober 2012

Nur wenige Monate nach dem Tode seines älteren Bruders Markgraf Maria Emanuel ( 23. Juli 2012) starb am Abend des 6. Oktober 2012 der letzte Enkelsohn des letzten regierenden Königs von Sachsen Friedrich August III. ( 1932), Seine Königliche Hoheit Dr. phil. Albert Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen Markgraf von Meißen, in einem Münchener Krankenhaus. Der jüngere Sohn des Markgrafen Friedrich Christian (1896-1968) und seiner Gattin Elisabeth Helene (geborene Prinzessin von Thurn und Taxis, 1903-1976) wurde am 30. November 1934 in Bamberg geboren und auf die Namen Albert Joseph Maria Franz Xaver getauft.

Seine älteren Geschwister waren Prinz Maria Emanuel (1926-2012) und Prinzessinnen Maria Josepha (*1928) und Maria Anna Josepha (1929-2012). Zwei Jahre nach ihm folgte als jüngstes Kind Prinzessin Mathilde Maria Josepha Anna Xaveria (*1936).

Der junge Prinz lebte bei seinen Eltern zunächst in Bamberg und ab 1937 im neuerbauten "Schloß" Wachwitz bei Dresden oberhalb der Villa im Königlichen Weinberg. Gleich seinem Bruder verlebte er unbeschwerte Tage in den weitläufigen Parkanlagen und erlebte Einkehrtage, Hauskonzerte und - während der Kriegsjahre - viele bedeutende Gäste im Haus der Eltern.

1945 waren die beiden jüngeren Geschwister mit einer Kinderschwester nach Bregenz geflüchtet und trafen erst 1946 mit Eltern und Geschwistern wieder zusammen. 1954 legte er am Bundesgymnasium in Bregenz die Matura ab. Nach mehreren entbehrungsreichen Jahren als Flüchtlinge fand die markgräfliche Familie schließlich in München eine neue Heimat. Ab 1955 studierte Prinz Albert an der Ludwig-Maximilians-Universität München Nationalökonomie, Geschichte und Volkskunde, u. a. bei den Professoren Bosl und Rall, und promovierte am 13. Februar 1961 zum Dr. phil. mit einem umfangreichen beachtenswerten Werk über die Reform der sächsischen Gewerbegesetzgebung im 19. Jahrhundert, einem Thema zu dem er in den folgenden Jahrzehnten auch häufig Vorträge hielt. Als Vortragender referierte der Kenner der historischen Sozial- und Wirtschaftspolitik auch über unzählige andere Themen der sächsischen Geschichte, oft auch im vergleichenden Blick mit nachbarschaftlichen Beziehungen zu Bayern, Böhmen, Preußen und Österreich. Gerne gab er sein Wissen an Landsleute aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, die in der Region München lebten, weiter, in zahllosen Einzelvorträgen, Wochenend-Tagungen, Seminaren oder Führungen zu Kunstdenkmälern in Bayern und später im gesamten deutschen Sprachraum und auch in Belgien und Warschau.

Am 30.Januar 1961 gründete der Vater mit seinen Söhnen, mit Vertretern des sächsischen Adels, mit dem Kapitel des Königlich-Sächsischen-Militär-St.Heinrichsordens und Vertretern der Landsmannschaft Sachsen die "Studiengruppe für Sächsische Geschichte und Kultur" in München. Wegen seiner Verdienste um die sächsische Geschichte und Kultur erhielt Prinz Albert von seinem Vater in Goslar die St.Heinrichs-Nadel. Nach dem Tod des Vaters übernahm Prinz Albert den Vorsitz und wurde Herausgeber der Vereinszeitschrift.

1972 wurde er auch Mitglied im Mitteldeutschen Kulturrat und vertrat als Beiratsmitglied sächsische Ansichten und Interessen. Auf dem Sachsentag in Heilbronn erhielt er 1985 für seine Verdienste die Goldenen Kurschwerter der Bundeslandsmannschaft Sachsen.

Am 12. April 1980 heiratete Prinz Albert in der Münchener Theatinerkirche St. Cajetan Elmira Carlen Henke (* 1930), die ihn als wissenschaftliche Mitarbeiterin auch auf geisteswissenschaftlichem Gebiet bis zum Tod unterstützte. Die Ehe blieb kinderlos.

Anläßlich des Aufenthalts von Bischof Gerhard Schaffran (1912-1996) von Dresden-Meißen zum Münchener Benno-Fest im Juni 1982 wurde die lange gewünschte Reise in die Stammheimat greifbarer, und erstmals durfte das Prinzpaar im Sommer 1982 Sachsen und Thüringen bereisen, erhielt aber nach weiteren Kurzbesuchen 1983 und 1985 ein unbegründetes Einreiseverbot. Er selbst vermutete einmal, daß der ungewohnte Name einer (in ostzonaler Sicht) angeblich ausgestorbenen Familie im Paß bei den Grenztruppen-Angehörigen und den Bürgern bei den Kontakten in Marienstern, Bautzen und Dresden für zu viel Unruhe gesorgt hätte...

Ab den 1980er Jahren war Prinz Albert mehrmals Gast und Redner auf Veranstaltungen von Tradition und Leben e.V. und bleibt allen Teilnehmern wegen seiner herzlichen und humorvollen Art in Erinnerung. So war er u. a. Ehrengast und Redner auf der Feier zum 130. Geburtstag Kaiser Wilhelms II. in Frankfurt a. M. und berichtete über den Briefwechsel seines Ahnen König Johann mit dessen Schwager Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und mit König Wilhelm I. Unzählige Anekdoten rücken Prinz Albert in die Nähe seines Großvaters Friedrich August III., und seine Belesenheit und Gelehrsamkeit erinnerten an den Ururgroßvater und Danteübersetzer König Johann genannt Philalethes (1801-1873). Unvergessen bleibt z.B. den Teilnehmern einer Führung im Schloß Nymphenburg, wie Prinz Albert lange und ausführlich ein Tableau mit Familienangehörigen der Häuser Wettin und Wittelsbach erläuterte und zu jeder abgebildeten Person noch einige Anekdoten einstreuen konnte. Wie bei solchen Führungen üblich, hatten sich auch andere Besucher, die nicht zur Gruppe gehörten, dazugesellt und den detaillierten Erläuterungen gelauscht, und einer dieser Touristen, der in seinem Führungsheftchen diese Informationsfülle nicht fand, fragte vorwitzig den "Fremdenführer", ob er wohl studiert hätte, daß er so genau Auskunft geben konnte. Woraufhin S.K.H. nur verschmitzt gelächelt hatte, "Ein wenig muß ich mich in meiner Familiengeschichte schon auskennen..."

1988/89 war Prinz Albert Lehrbeauftragter an der Universität Würzburg mit Dozentur für sächsische Sozial- und Kulturgeschichte. 1987 war er bereits Mitbegründer und Initiator des "König-Friedrich-August-Instituts für sächsische Geschichts- und Kulturforschung" in Würzburg.

Im Mai 1989 feierte das Haus Wettin seine 900-Jahr-Feier im Exil in Regensburg - einige Wochen später gab es am 19. August das Paneuropafrühstück bei Sopron und schließlich erlebte man den Mauerfall im Herbst 1989 und die neuen Reisemöglichkeiten in beide Richtungen. Seit Januar 1990 war "Prinz Albert", wie er damals allgemein genannt wurde, häufiger Besucher in Sachsen. Er nahm mit seiner Gattin Elmira an Montagsdemonstrationen teil, und besonders die erste Teilnahme in Dresden bleibt dauerhaft in Erinnerung: Das Prinzenpaar war erstaunt, derartige Menschenmassen zu sehen, die auf die Straße gingen und nach wie vor "Wir sind das Volk" und bald auch "Wir sind ein Volk" skandierten. Irgendwo war ein improvisiertes Podium aufgebaut worden. Bekannte Widerständler sprachen dort, u. a. der junge Dr. Herbert Wagner (nach der Kommunalwahl im Mai 1990 Oberbürgermeister Dresdens) und Norbert Koch (später Landesvorsitzender der DSU). Verschiedene Reden wurden gehalten, die Menge jubelte, und schließlich gab man vom Podium bekannt, man hätte gehört, daß der Enkel des letztregierenden sächsischen Königs Dr. Prinz von Sachsen unter dem Publikum wäre. Wenn dies stimmte, so der Sprecher weiter, möge die Hoheit doch bitte vortreten und ein paar Worte sprechen. Das Prinzenpaar wurde durch die Menge nach vorne getrieben und eine junge Patriotin überreichte dem Prinzenpaar im Vorbeigehen eine weiß-grün längsgestreifte sächsische Flagge. Schließlich kam das Paar auf das Podium und wurde erst einmal minutenlang umjubelt. Dann sprach Prinz Albert mit Megaphon kurz zu den vor ihnen liegenden Aufgaben zum Aufbau eines neuen Landes Sachsen und schloß mit den Worten "Hoch lebe Sachsen, Deutschland, Europa und die christlich-abendländische Kultur!"

Beim ersten Landesparteitag der DSU im Februar 1990 in Chemnitz wurde das Prinzenpaar zu Ehrenmitgliedern ernannt. Bei der Gründung der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft auf der Albrechtsburg in Meißen Ende Juni 1990 war Prinz Albert der Schirmherr und einer der Festredner. Prinz Albert hielt umfangreiche Vorträge zur Geschichte Sachsens nicht nur in Dresden und Leipzig, Hubertusburg, Großenhain, Freiberg und Freital sondern selbst in kleinsten Ortschaften Sachsens wie Spechtritz und kandidierte bei der ersten freien Landtagswahl 1990.

Am 2./3. Oktober 1990 feierten Markgraf Maria Emanuel und seine Gattin, sein jüngerer Bruder Albert mit Gattin und weitere Mitglieder des sächsischen Hochadels und Freunde der Familie das Ende der "DDR" und die Wiederbegründung des Landes Sachsen in Dresden und trafen sich zu Gesprächen auf Schloß Wachwitz, dem Wohnsitz ihrer Kindheit. Auch bei der feierlichen Landtagseröffnung im Bundesland "Freistaat Sachsen", das heute noch das Familienwappen des Hauses Wettin als Landesemblem führt, im Oktober 1990 waren sie anwesend. Mit seinem Cousin Otto von Habsburg (1912-2011) war er bei der Gründung der Paneuropaunion in Sachsen dabei, nachdem er bereits seit Januar in Dresden und Leipzig Gespräche mit Oppositionellen dazu geführt hatte.

Prinz Albert erkundete die alte Hauptstadt Dresden, besuchte Hofkirche, Kunstsammlungen, den Zwinger, die Hofoper, und erfreute oft spontan die Anwesenden mit Histörchen. Vor dem Denkmal von König Johann, von der 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin 1889 erklärte er einmal schelmisch lächelnd: "Wissen Sie, es ist eigentlich Zufall, daß das Denkmal den Bildersturm der Kommunisten überstanden hat. Im Stadtrat war der Plan in den 1950er Jahren entstanden, das Standbild niederzureißen. Aber da muß ein Stadtverordneter der SED für das Denkmal eingetreten sein, man könne es doch nicht abreißen, da der König doch Phil-Athletes, Freund des Sports, gewesen sei..."

Prinz Albert besuchte mit seiner Gattin die Grabstätten der Vorfahren in Altzelle, Meißen, Freiberg und Dresden und suchte neben den "großen" Treffen mit Bischöfen, Kirchenoberen, Ministerpräsidenten, Oberbürgermeistern und Politikern, mit Vertretern der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Professoren und Denkmalschützern immer wieder auch die Gespräche mit den Bürgern vor Ort, z.B. bei Ritterspielen im Stallhof in Dresden, beim Sachsentag in Annaberg oder nach Vorträgen in Schneeberg oder einfach bei Zufallsbekanntschaften in Hotels wie z.B. in Aue, wo ein Hochzeitspaar Prinz Albert spontan zur Feier einlud und ihn bat, die Torte für sie anzuschneiden.

Zu den Sorben knüpfte das Prinzenpaar gleich nach der politischen Wende Kontakte und bereiste die Lausitz, genoß die touristischen Kahnfahrten im Spreewald genauso wie die Kulturgespräche mit sorbischen Gruppen oder sorbischen Autoren wie Juri Brezan (1916-2006). Viele Sachsen sahen nach langer Zeit oder gar zum ersten Mal Vertreter ihres Königshauses, und wo die Hoheiten auftraten, wurden sie von den Menschen umringt und oft auch bejubelt; die Herzlichkeit und die Sympathie der Sachsen für ihre königliche Familie war auch durch die Diktatur ungebrochen. Bei einer Veranstaltung in Leipzig hielten viele Besucher dem Prinzenpaar ihre alten DDR-Ausweise oder Fahnen und Wimpel für Autogramme hin, und oft verzögerte sich das Besuchsprogramm, weil das Prinzenpaar gerne diese Wünsche erfüllte und versuchte auch mit jedem ein paar Worte zu wechseln.

Zur Belebung der Kultur im neuen Bundesland und als Hilfe bei der Suche nach der geschichtlichen Identität begründete das Prinzenpaar 1990 die "Wachwitzer Gespräche", die zunächst tatsächlich auch im enteigneten Wohnhaus der Eltern stattfinden konnten, dann auch an anderen Orten in Sachsen unter diesem Namen abgehalten wurden. In Wachwitz war dazu auch unser Vorsitzender zugegen, der dem Prinzenpaar seit 1984 verbunden war. Ebenfalls in Wachwitz empfing das Prinzenpaar 1990 auch den polnischen Botschafter zu ersten Gesprächen, arrangiert durch die Vermittlung einiger treuer Sorben.

Von der Presse wurde von Beginn der Anwesenheit des Prinzenpaares ein anderer Aspekt der häufigen Besuche in Sachsen aufgegriffen und bekrittelt: Seit der politischen Wende engagierte sich die Familie auch in den Restitutionsfragen und versuchte die alten Staatsverträge von 1924 durchzusetzen und das nach 1945 auf SMA-Befehl enteignete Familiengut zurückzuerhalten - ein "gefundenes Fressen" für Boulevardblätter, die oft mit reißerischen Titeln der Familie ihr Erbe neidete. Die jahrelangen Verhandlungen mit der Landesregierung kostete die Familie viel Zeit und brachte nur wenige greifbare Ergebnisse.

Als Autor veröffentlichte Prinz Albert neben unzähligen Artikeln in den Kalendarien "Gedenktage des mitteldeutschen Raumes" (1985-1993) und in verschiedenen Zeitschriften u.a. die dynastiegeschichtlichen Werke "Die Albertinischen Wettiner" (1989) , "Die Wettiner in Lebensbildern" (1995), "Die Wettiner in Sachsen und Thüringen" (1996) und "Das Haus Wettin und die Beziehungen zum Haus Nassau-Luxemburg" (2003) aber auch volkskundliche Werke wie "Weihnachten in Sachsen" (1992) und vergleichende Werke wie "Bayern & Sachsen" (2004).

Nach dem Tod seines Bruders Maria Emanuel im Juli 2012 war der Königsenkel kurzzeitig Senior des vormals regierenden königlichen Hauses Wettin Albertinischer Linie. Vom Boulevardblatt "Bild" im Heimatland selbst anläßlich des Requiems für seinen Bruder geschmäht, verbrachte der neue Markgraf seine letzten Monate zumeist in seiner Wahlheimat München, wo er für ein weiteres Buch Material sammelte und zusammenstellte, bis er krankheitsbedingt diese Arbeiten unterbrechen mußte.

Nach kurzem Krankenhausaufenthalt verstarb Dr. Albert Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen Markgraf von Meißen am 6. Oktober 2012 und wurde zur Beisetzung in die Stammlande überführt - eine späte Heimkehr. Mit einem feierlichen Requiem in der ehemaligen Hofkirche und nunmehrigen Kathedralkirche des Bistums Dresden wurde Markgraf Albert am Nachmittag des 12. Oktober unter großer Anteilnahme von rund 1500 Trauergästen verabschiedet und auf dem Alten Katholischen Friedhof beigesetzt. Sein Grab befindet sich nahe dem Ehrengrab von Carl Maria von Weber.

Prinz Albert von Sachsen ist unseren Mitgliedern auch durch die beiden Mitgliederversammlungen in Dresden und Leipzig an denen er teilnahm und referierte bekannt. Er war stets ein aufmerksamer Leser unserer Zeitschrift. Der Verein wird seiner stets in Treue gedenken.

Das Haus Wettin A.L. im Jahre 2012

Der gemeinsame amtliche Familienname ist "Prinz (bzw. Prinzessin) von Sachsen Herzog (bzw. Herzogin) zu Sachsen". Die weiteren Titel der großen Königstitulatur ("König von Sachsen, des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Erzmarschall und Kurfürst, Markgraf von Meißen, Herzog zu Sachsen, Landgraf von Thüringen, Herzog zu Jülich, Kleve, Berg, Engem und Westfalen, Markgraf von Ober- und Niederlausitz, Burggraf zu Magdeburg, gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf zu der Marck, Ravensberg und Hanau, Herr zum Ravenstein usw."), die gemäß Artikel 109 der Weimarer Reichsverfassung Teil des Nachnamens sind, werden derzeit nicht genutzt. Gemäß der Entscheidung des Reichsgerichts vom 10. März 1926 (RGZ 113, 107 ff.) werden die früheren Adelstitel geschlechtsspezifisch abgewandelt. Die Prädikatstitel ."Seine/ Ihre Königliche Hoheit" findet im internationalen üblichen Protokoll weiterhin Verwendung.

Nach dem Tode von Markgraf Albert existiert das Haus Wettin Albertinischer Linie im Mannesstamm weiter in Nachkommen des Prinzen Ernst Heinrich (1896-1971), dem dritten Sohn von König Friedrich August III: Prinz Ernst Heinrichs mittlerer Sohn Timo (1923-1983) und seine erste Gattin Margrit Lucas (1932-1957) waren die Eltern von Prinz Rüdiger Karl Ernst Timo (* 1953), der die Wettinische Forstverwaltung in Moritzburg leitet, und seiner Schwester Prinzessin Iris Hildegard Sophie Margit Gisela (1955).

Prinz Rüdiger ist Vater der drei Söhne Daniel Timo (*1975), Arne Benjamin (*1977) und Nils Sebastian (*1978), die in der Bundesrepublik aufgewachsen und nach 1990 nach Sachsen gezogen sind. Prinz Daniel heiratete im Juli 2011 in.Moritzburg, dem Stammschloß seines Familienzweiges. Prinz Nils heiratete 2008 ebenfalls in Moritzburg und ist stolzer Vater des Prinzen Moritz Victor Ferdinand Anton (* 2009).

Prinzessin Iris ist Mutter zweier Töchter, Xeriia Florence Gabriela Sophie Iris (* 1986) und Xandra Barbara Desiree Emy Margrit (*1990). Der verstorbene Markgraf Maria Emanuel adoptierte als persönlichen Erben 1997 den meist in Mexico Ciudad lebenden ältesten Sohn seiner mittleren Schwester Maria Anna Josepha (1929-2012) und ihrem verstorbenen Gatten Roberto de Afif Prinz von Gessaphe (1916-108), Alexander Afif Prinz von Sachsen-Gesaphe (*1954), der seit 1987 mit Prinzessin Gisela von Bayern (*1964, Tochter von Rasso Maximilian Rupprecht Prinz von Bayern und Theresia Monika Erzherzogin von Österreich) verheiratet ist und vier Kinder hat: Georg Philipp Antonius (*1988), Mauricio Gabriel Roberto (* 1989), Paul Clemens (*1993) und Maria Teresita Anna Louise Caroline Lucardis (*1999).

Jüngere Brüder und Namensträger "Prinz von Sachsen-Gessaphe" sind Friedrich Wilhelm (*1955) und Karl August (*1958), der 1994 heiratete und Vater folgender Kinder ist: Maria Antonia (*1994), Maria Fernanda (*1999), Clemens Maria Roberto Quirin (* 2008) und Johann Nepomuk Karl Benedikt Maria (* 2011).

Die jüngere Schwester der verstorbenen Markgrafen, Prinzessin Dr. med. Mathilde Maria Josepha Anna Xaveria (*1936) war seit 1968 die zweite Gattin von Johannes Heinrich Friedrich Werner Konrad Rainer Maria Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha-Koháry Herzog zu Sachsen aus dem Hause Wettin, Ernestinischer Linie (1931-2010), der seit dem Tod seines Vaters 1945 5. Fürst Koháry, Herr von Csábrág und Szitnya war. Ihr gemeinsamer Sohn Johannes Albrecht (1969-1987) starb jung bei einem Bergunglück

Um weitere wettinische Verwandte zu finden muß man - vergleichbar mit dem Schicksal des Hauses Nassau Ottonischer und Walramischer Linie 1890 - in der Familiengeschichte in die Zeit vor die Leipziger Teilung 1485 zurückgehen und kommt zu den verschiedenen Ernestinischen Linien: dem großherzoglichen Haus Sachsen-Weimar und Eisenach und den herzoglichen Häusern Sachsen-Meiningen und Sachsen-Coburg und Gotha (letzteres mit den regierenden Häusern in Belgien und dem Vereinigten Königreich und den vormals regierenden Häusern in Bulgarien und Portugal).

kpn

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift "Erbe und Auftrag. Zeitschrift zur Förderung des monarchischen Gedankens".

 
 

 

 

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